Die wichtigsten Öko-Fakten

 

DachSteine sind schon in der Herstellung äußerst energie-effizient


Für die Rohstoffbereitstellung, Produktion, Verpackung und
Auslieferung des Dachsteins werden im Vergleich zum
Dachziegel nur etwa 30 % der Energie verbraucht. Zu diesem
Ergebnis kommt die Untersuchung des kumulierten Energieaufwandes,
der die Energiemenge für Herstellung, Transport,
Lagerung und Verkauf eines Produktes einschließlich aller
Vorprodukte und Produktionsprozesse beschreibt.
Der Grund: Beim Dachziegel bestimmt das Brennen der
gesamten Pfanne den Energieverbrauch, beim Dachstein ist die
Rohstoffbereitstellung (Zementproduktion) der größte Faktor.

Treibhauspotenzial

DasTreibhauspotenzial ist der mögliche Beitrag eines Stoffes zur
Erwärmung der erdnahen Luftschichten und der Meere, auch globale
Erwärmung genannt. Alle Emissionen, die den Treibhauseffekt betreffen,
werden in so genannten Kohlendioxid-Äquivalenten (CO2-Äquivalenten)
angegeben. Die Ökobilanz zeigt: Wird ein Dach mit Dachsteinen gedeckt,
werden deutlich weniger CO2-Äquivalente verursacht,
als es bei Dachziegeln der Fall ist.

GEGEN SAUREN REGEN

Luftschadstoffe wie zum Beispiel Schwefeldioxid und Stickoxide
werden im Regenwasser zu Säuren umgewandelt und
gelangen als saurer Regen in Böden und Gewässer. Eine Folge
ist das Waldsterben. Die Wirkung versauernder Emissionen
wird als Versauerungspotenzial bezeichnet und in Schwefeldioxid-
Äquivalenten (SO2-Äquivalenten) gemessen.
Dachsteine schneiden bei Betrachtung des Versauerungspotenzials
wesentlich günstiger ab als Dachziegel
. Der Grund:
Wegen des geringeren Energieaufwandes bei der Herstellung
von Dach-Steinen im Vergleich zu Dachziegeln werden
weniger als die Hälfte der SO2-Äquivalente freigesetzt.

Entlastung der Ökosysteme

Die Anreicherung von Stickstoff und Phosphor in Boden und
Gewässern wird als Überdüngungspotenzial oder Eutrophierungspotenzial
bezeichnet. Beide Stoffe wirken als Dünger
und können in empfindlichen Ökosystemen wie zum Beispiel
in Seen zum „Umkippen“ beitragen.
Dachsteine weisen gegenüber Dachziegeln nur etwa die
Hälfte des Überdüngungspotenzials auf
. Die Ursache dafür
liegt darin, dass im Produktionsprozess bei Dachsteinen durch
den geringeren Energieverbrauch auch weniger Stickstoff und
Phosphor freigesetzt werden.

WENIGER SOMMERSMOG

Die Belastung der bodennahen Luft durch eine hohe Ozonkonzentration
ist gerade in der warmen Jahreszeit ein unliebsames
Phänomen, das wir unter dem Begriff Sommersmog kennen.
Entsprechend wird die Möglichkeit zur bodennahen Ozonbildung
als Sommersmog-Potenzial oder Photooxidantienpotenzial
bezeichnet.
Auch bei dieser Wirkungskategorie zeigen sich die ökologischen
Stärken des Dachsteins. Insbesondere die relativ weiten
Lieferwege für Dachziegel fallen bei dieser Wirkungskategorie
ins Gewicht.

VERRINGERTES FEINSTAUBRISIKOPOTENZIAL

Die toxische Schädigung von Menschen durch Feinstaub wird mit
dem Feinstaub-Risikopotenzial bewertet. Auch hier fällt die Bilanz
für den Dachstein mit nur etwa 50 % der Feinstaubbelastung im
Vergleich zu Dachziegeln günstiger aus.
Das Öko-Institut hat zur Betrachtung des Feinstaub-Risikopotenzials
einschränkend darauf hingewiesen, dass keine belastbaren
Werte zum Abbau der mineralischen Rohstoffe vorlagen.

Atmosphärische Quecksilberemissionen

Lediglich bei den atmosphärischen Quecksilberemissionen
schneiden Dachsteine schlechter ab als Dachziegel. Maßgebend
hierfür sind die Emissionen aus der Zementherstellung,
die aus Verunreinigungen in den Brennstoffen beziehungsweise
Bestandteilen der Rohstoffe stammen. Allerdings streuen die
Werte von Anlage zu Anlage stark, so dass nach Feststellung
des Öko-Instituts die dargestellten Unterschiede nicht überinterpretiert
werden dürfen. Auch ist das Institut bei der Bewertung
nach eigener Aussage von Annahmen ausgegangen,
die den Dachstein aus Beton gegenüber dem Dachziegel
aus Ton tendenziell schlechter stellen.

Schonung mineralischer Rohstoffe

Sowohl für Dachziegel als auch für Dachsteine werden
mineralische Rohstoffe wie Ton, Sand und Kalkstein in der Natur
abgebaut. Bei Betrachtung der Gesamtmengen an abgebauten
mineralischen Rohstoffen fällt auf, dass auch hier der Dach-Stein
mit rund 8,5 Tonnen besser als der Dachziegel mit 11,25 Tonnen
abschneidet. Für Dachziegel ist es im Wesentlichen der Anteil
Ton, der im Prozess gebraucht wird, für den Dachstein sind es
die Rohstoffe Sand sowie Gips und Kalkstein als Bestandteile des
Zements.

Die wichtigsten Öko-Fakten