Das Jahr 1954 Produktionsbeginn im Heusenstamm

Stammwerk in Heusenstamm

Das Werk Heusenstamm

Bereits 1954 liefen im Stammwerk Heusenstamm die ersten Frankfurter Pfannen vom Band. Seit jeher sind die Hauptbestandteile von Dachsteinen Sand, Zement, Wasser und Farbpigmente auf Eisenoxidbasis. 1954 wurden die Rohstoffe noch in offenen Betonmischern vermengt, Zement wurde in Säcken und Sand über eine Balkenwaage zugegeben. Nach dem Vermischen gelangte das Material in den Vorratsbehälter der Dachsteinmaschine, die schon damals im Strangpressverfahren arbeitete.

 

Dachsteinmaschine

Die Dachsteinmaschine

Unterlagsplatten aus Aluminium (Pallets) prägten die untere Form des Dachsteins. Der Pallet-Bestand betrug damals 4.500 Stück. Mit Hilfe einer Presswalze und eines Pressmundstückes wurden sie mit dem Gemenge gefüllt. Unter starkem Druck erfolgte dann die Formung der Oberflächenkontur des Dachsteins. Das verdichtete und profilierte Material verließ die Maschine als endloser Strang, der mit Hilfe eines Messers auf die entsprechende Länge abgeschnitten wurde. Die Maschinen der ersten Generation fertigten 40 Dachpfannen pro Minute.

 

Kammerbeschickung

Die Kammerbeschickung

Die frischen Dachsteine wurden in Wärmekammern bei etwa 60 Grad acht bis zwölf Stunden gehärtet und anschließend in einer Entschalungsvorrichtung von ihren Unterlagsplatten getrennt.

 

Produktionsanlage

Neue Techniken

Die ständig steigende Nachfrage führte in den nächsten Jahren zu der Eröffnung weiterer Werke. Mit dem Bau der neuen Anlagen wuchs das Know-how in Produktion und Anwendungstechnik. So wurden Zug um Zug geschlossene Betonmischer mit Entstaubungsvorrichtungen eingeführt. Die Taktgeschwindigkeit der Dachsteinringe erhöhte sich auf 100 Stück pro Minute. Ortgang- und Firstfertigung wurden automatisiert und mussten nicht mehr Stück für Stück gefertigt werden. Das mühsame manuelle Abstapeln und Verpacken der Pfannen konnte den Mitarbeitern erleichtert werden. Stapler wurden zum unersetzbaren Hilfsmittel bei der Verladung.

 

30 Jahre Braas Garantie

Rudolf H. Braas bot seinen Kunden schon frühzeitig kompetente Fachberatung durch einen hervorragend geschulten Außendienst an. Auch im Marketing ging er neue Wege: Seit 1954 gibt Braas 30 Jahre Garantie auf Festigkeit und Frostbeständigkeit seiner Dachpfannen – die erste Langzeitgarantie für einen Baustoff in Deutschland.