Historie

Die Geschichte von 1842 bis 1933

Zeichnung eines Handschlagtisches

1842

Bereits 1842 stellt Adolf Kroher in Staudach am Chiemsee die ersten "Cement-Dachplatten" her. In mühevoller Handarbeit wurden sie Stück für Stück auf sogenannten Handschlagtischen hergestellt.

1891:

In England wird die Dachsteinproduktion weitestgehend automatisiert.

Technische Zeichnung einer "Cement-Dachplatte"

1911:

Erste bautechnische Prüfdaten der "Cement-Dachplatten" liegen aus dem Jahre 1911 vor. In einem Prospekt aus der damaligen Zeit werden die hohe Biegefestigkeit, das geringe Wasseraufnahmevermögen und die damit verbundene hohe Frostbeständigkeit des Materials hervorgehoben.Trotz dieser Vorteile ist die Fertigung des Dachsteins in Deutschland auch in den folgenden Jahrzehnten kaum nennenswert, da nur eine handwerkliche Fertigung besteht.

Dachsteinwerk Redhill (Kingsfield)

1933:

Die englische Redland Ltd. stellt bereits 203 Millionen Dachsteine pro Jahr her. Die Dachsteinherstellung wächst in England unaufhörlich weiter und verbreitet sich von dort nach dem 2. Weltkrieg wieder auf den Kontinent, zunächst nach Westdeutschland. Das Bild zeigt das Dachsteinwerk Redhill (Kingsfield), das erste Dachsteinwerk der Firma Redland.

Das Gründungsjahr 1953

Rudolf H. Braas

Der große Durchbruch des Dachsteins gelang nach 1950. Als Reaktion auf den außerordentlich hohen Bedarf an Baustoffen in der Nachkriegszeit entwickelte der Unternehmer Rudolf H. Braas ein Verfahren, das die maschinelle Produktion von Dachpfannen aus Beton ermöglichte. Kontakte zu dem britischen Baustoffproduzenten Redland Ltd. führten 1953 zur Gründung der gemeinsamen Firma Braas & Co GmbH. Noch im gleichen Jahr wurde das Stammwerk des Unternehmens in Heusenstamm bei Frankfurt am Main gebaut.

Das Jahr 1954 Produktionsbeginn im Heusenstamm

Stammwerk in Heusenstamm

Das Werk Heusenstamm

Bereits 1954 liefen im Stammwerk Heusenstamm die ersten Frankfurter Pfannen vom Band. Seit jeher sind die Hauptbestandteile von Dachsteinen Sand, Zement, Wasser und Farbpigmente auf Eisenoxidbasis. 1954 wurden die Rohstoffe noch in offenen Betonmischern vermengt, Zement wurde in Säcken und Sand über eine Balkenwaage zugegeben. Nach dem Vermischen gelangte das Material in den Vorratsbehälter der Dachsteinmaschine, die schon damals im Strangpressverfahren arbeitete.

Dachsteinmaschine

Die Dachsteinmaschine

Unterlagsplatten aus Aluminium (Pallets) prägten die untere Form des Dachsteins. Der Pallet-Bestand betrug damals 4.500 Stück. Mit Hilfe einer Presswalze und eines Pressmundstückes wurden sie mit dem Gemenge gefüllt. Unter starkem Druck erfolgte dann die Formung der Oberflächenkontur des Dachsteins. Das verdichtete und profilierte Material verließ die Maschine als endloser Strang, der mit Hilfe eines Messers auf die entsprechende Länge abgeschnitten wurde. Die Maschinen der ersten Generation fertigten 40 Dachpfannen pro Minute.

Kammerbeschickung

Die Kammerbeschickung

Die frischen Dachsteine wurden in Wärmekammern bei etwa 60 Grad acht bis zwölf Stunden gehärtet und anschließend in einer Entschalungsvorrichtung von ihren Unterlagsplatten getrennt.

Produktionsanlage

Neue Techniken

Die ständig steigende Nachfrage führte in den nächsten Jahren zu der Eröffnung weiterer Werke. Mit dem Bau der neuen Anlagen wuchs das Know-how in Produktion und Anwendungstechnik. So wurden Zug um Zug geschlossene Betonmischer mit Entstaubungsvorrichtungen eingeführt. Die Taktgeschwindigkeit der Dachsteinringe erhöhte sich auf 100 Stück pro Minute. Ortgang- und Firstfertigung wurden automatisiert und mussten nicht mehr Stück für Stück gefertigt werden. Das mühsame manuelle Abstapeln und Verpacken der Pfannen konnte den Mitarbeitern erleichtert werden. Stapler wurden zum unersetzbaren Hilfsmittel bei der Verladung.

30 Jahre Braas Garantie

Rudolf H. Braas bot seinen Kunden schon frühzeitig kompetente Fachberatung durch einen hervorragend geschulten Außendienst an. Auch im Marketing ging er neue Wege: Seit 1954 gibt Braas 30 Jahre Garantie auf Festigkeit und Frostbeständigkeit seiner Dachpfannen – die erste Langzeitgarantie für einen Baustoff in Deutschland.

Unsere Geschichte von 1955 bis 1989

Logo: Heisterholz

1955:

Erstmalige Eintragung des Namens Tonindustrie Heisterholz Ernst Rauch KG a. A. am 1. März 1955

Patentrolle der "Frankfurter Pfanne"

1958:

Das Wort- und Bildzeichen "Frankfurter Pfanne" wird in der Zeichenrolle des Patentamtes eingetragen.

1963:

Braas wird international, der erste Standort in Montfoort entsteht.

1967:

Die milliardste Frankfurter Pfanne läuft im Dachsteinwerk Heusenstamm vom Band.

Produktion von Dach-Systemteilen

1969:

Braas erweitert das Angebot und nimmt die Produktion von Dach-Systemteilen auf.

1984:

Das StabiCor Dachrinnen-System wird eingeführt.

Frankfurter Pfanne mit abgerundeter Sichtkante

1985:

Die Frankfurter Pfanne wird mit abgerundeter Sichtkante hergestellt.

Doppel-S

1986:

Die Doppel-S wird vorgestellt.

Taunus Pfanne

1989:

Die Taunus Pfanne wird auf der Dach+Wand 1989 vorgestellt.

Ende der 80er Jahre sucht die Geschäftsleitung der Braas GmbH nach strategischen Investitionen im Bereich Dachziegel. Verhandlungen mit der Familie Rupp (Buchen-Hainstadt, Odenwald) wurden aufgenommen, deren Unternehmen die Erfahrung von 50 Mitarbeitern und einen hervorragenden Rohstoff zu bieten hatte.

Unsere Geschichte von 1990 bis 1993

Logo: RuppKeramik GmbH

1990:

Am 1.Januar 1990 startete die RuppKeramik GmbH, eine 100%ige Tochter der Braas GmbH, Oberursel. Ein neuer Slogan "Das Dach mit gutem Ton" entstand. Die Wahl der Logofarben Gelb und Rot ergab sich aus dem Rohstoff: Die gelben und roten Balken waren ein Drittel zu zwei Drittel aufgeteilt und exakt so angeordnet, wie der Rohstoff in der Tongrube schon seit Jahrtausenden lagerte. Oben lag eine Schicht Gelbton und unten der Rotton. Genau in diesem Verhältnis wurde der Rohstoff für die Tondachziegel gemischt.

Werk in Buchen-Hainstadt

1990:

Kurze Zeit nach dem Unternehmensstart wurde in Buchen-Hainstadt der Bau von Werk 2 auf dem Betriebsgelände begonnen. Durch den Einsatz von H-Kassetten als Brennhilfsmittel konnten erstmals im Liegen gebrannte Tondachziegel ohne produktionsbedingte Anlagepunkte hergestellt werden. Mit einem neuen Format von 13 Stück pro Quadratmeter und der Einführung der Edelsteinnamen machte RuppKeramik seinen ersten Schritt in Richtung Markenprodukte.

1991:

Die Planung eines zweiten Produktionsstandortes von RuppKeramik begann. Ein guter Ton fand sich bei dem Klinkerhersteller in Narsdorf bei Rochlitz/Geithain (Sachsen). Baubeginn für das Werkes in Obergräfenhain war im Winter 1991. Das hochmoderne Werk wurde innerhalb eines Dreivierteljahres fertiggestellt.

Werk Obergräfenhain

1992:

Werk Obergräfenhain der RuppKeramik wurde als erstes hochmodernes Dachziegelwerk in den neuen Bundesländern im Oktober 1992 angefahren. Normalerweise wären nach alter Ziegler-Art einfach die Mutterformen aus dem Stammwerk Hainstadt im neuen Werk eingesetzt worden. Von Anfang an hatte man jedoch das Ziel, gleiche Formen, gleiche Formate und gleichmäßige, ja sogar gleiche Farben auch an verschiedenen Standorten zu produzieren. Was das für die Produktionstechnik bedeutet, wird erst klar, wenn man weiß, dass jeder Ton ein anderes Schrumpfungsverhalten beim Trocken- und Brennvorgang besitzt. Auch der Farbton des gebrannten Tons ist nicht nur mit der Brenntemperatur, sondern auch mit der Zusammensetzung des Rohstoffs verbunden. In Obergräfenhain wurde speziell eine Rezeptur von drei verschiedenen Rohstoffen entwickelt. Der Hauptteil kommt aus Narsdorf. Die weiteren Teile werden aus Eisenberg und Übschütz geholt. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich der Standort mit hoher Dynamik weiter.

Werk der Brandenburger Dachkeramik GmbH & Co. KG (BDK)

1992:

Das ehemalige Fliesenwerk Karstädt wurde zu gleichen Teilen von Meyer-Holsen und der Tonindustrie Heisterholz übernommen und unter dem Namen Brandenburger Dachkeramik GmbH & Co. KG (BDK) nach neuestem Produktionsstandard komplett neu gebaut.

Unsere Geschichte von 1994 bis 1997

Arbeiterin am Fließband

1994:

Die Frankfurter Pfanne wird 40. Die zehnmilliardste Dachpfanne läuft vom Band.

1994:

Produktionsstart des Biberwerkes am Standort Obergräfenhain von RuppKeramik.

Logo: Braas Recycling Initiative

1995:

Die Braas Recycling Initiative wird ins Leben gerufen.

1995:

Produktionsstart des neuen RuppKeramik Pressdachziegelwerkes 3 in Hainstadt.

1996:

Mit Unterzeichnung der Verträge durch die Gesellschafter am 5. November 1996 und Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung der Redland PLC am 27. November 1996 wurde die Redland Braas Building Group rückwirkend zum 1. Januar 1996 offiziell gegründet. Damit wurden die westeuropäischen Dachbaustoffaktivitäten der Redland PLC mit den Gesellschaften des Braas-Konzerns zusammengefasst. Die neue Unternehmensgruppe verfügt über eine einheitliche Gesellschafterstruktur und ein einheitliches Management.

Haus mit Novo-Dachdeckung

Die neue Dachpfannen-Generation

Novo – Die neue Dachpfannen-Generation wird eingeführt. 
Sie zeichnet sich durch attraktiven Seidenglanz, edle Optik sowie dauerhafte Schönheit und Ästhetik aus.

Dachfläche mit Achat-Dachziegeln

1997:

Im Dezember 1997 erwarb Heisterholz sämtliche Anteile der Brandenburger Dachkeramik, die damit in der Tonindustrie Heisterholz aufging.
Produktionsbeginn in den Werken 4 und 5 (neue Anlage für Flächenziegel und Zubehör) in Obergräfenhain von RuppKeramik.
Markteinführung der im Windkanal entwickelten Achat Hohlfalzpfanne und der Quarzengobe Kastanie sowie der Edelengoben Kristallschwarz und Kristallblau von RuppKeramik.

Frankfurter Recycling Pfanne

1997:

Braas präsentiert die Frankfurter Recycling Pfanne - den ersten Dachstein, bei dem der Sandanteil zu 100 % aus Recyclingsand besteht.

Unsere Geschichte von 1997 bis 2006

1998:

Am 6. Januar 1998 wird Bertrand Collomb, Chairman der Lafarge S.A., zum neuen Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Redland Braas Building Group gewählt. Die Lafarge S.A. hält nach Übernahme der Redland PLC nunmehr auch 56,5 % der Anteile an der Redland Braas Building Group.

Montage eines dachintegrierten Thermokollektors

1999:

Präsentation eines dachintegrierten Thermokollektors auf der Bau 1999.

Harzer Pfanne 7 (Big)

Einführung der Harzer Pfanne 7 (Big).

hochglänzende Dachziegel

2000:

Lafarge, bisher mit einem Anteil von 56,5 % Mehrheitsgesellschafter der Lafarge Braas GmbH, hat alle von den deutschen Minderschaftsgesellschaftern gehaltenen Anteile übernommen.

Mit der Übernahme der Tonindustrie Heisterholz im Jahr 2000 wurde RuppKeramik die Nummer 1 der Dachziegelhersteller auf dem deutschen Markt.

Die Frankfurter Pfanne und die Doppel-S wurden in einer neuen, glänzenden Oberflächenqualität auf den Markt gebracht.

Dachfläche mit Smaragd-Dachziegeln

2001:

Einführung des Tegalit STAR

Einführung des Smaragd von RuppKeramik, eines Trend-Dachziegels in völlig neuem Design, der sich für die rautenartige Verlegung und geringe Dachneigungen eignet.

Die Braas Dachsysteme GmbH und die RuppKeramik GmbH, beide Tochtergesellschaften von Lafarge Roofing in Oberursel und beide Marktführer in ihren Produktbereichen, führen zentrale Funktionen, wie z. B. Marketing und Vertrieb, unter dem gemeinsamen Namen Lafarge Dachsysteme GmbH zusammen. Durch das Zusammengehen von Braas und RuppKeramik entsteht mit der Lafarge Dachsysteme GmbH ein Unternehmen, das sich durch ein für seine Kunden einmaliges Produkt- und Servicespektrum rund um das Dach mit den beiden starken Marken Braas und RuppKeramik auszeichnet.

Frankfurter Pfanne in Star-Qualität

2002:

Die Frankfurter Pfanne, seit einem halben Jahrhundert das meistverlegte Dachpfannenmodell in Deutschland, wurde im Mai in Frankfurt auf der Dach + Wand 2002 in "Star"-Qualität vorgestellt.

Markenzusammenführung

2003:

Mit Wirkung 1. Januar 2003 hat die Lafarge Dachsysteme GmbH den Betrieb der RuppKeramik GmbH gepachtet und als eigenen Betrieb geführt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RuppKeramik GmbH wurden zum 1. Januar 2003 zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lafarge Dachsysteme GmbH.

Im April 2003 gestaltete die Lafarge Dachsysteme ihren Marktauftritt klarer und übersichtlicher: Alle wichtigen Produkte von Braas und RuppKeramik wurden unter der starken und auch bei Bauherren und Hausbesitzern deutschlandweit bekannten Produktmarke Braas zusammengefasst - mit einheitlichen Produktnamen und einer neuen, klaren und übersichtlichen Systematik.

Die Lafarge Dachsysteme GmbH wurde auf die Braas Dachsysteme GmbH verschmolzen und anschließend in Lafarge Dachsysteme GmbH umbenannt. Verschmelzung und Umbenennung wurden am 9. Oktober 2002 ins Handelsregister eingetragen und damit wirksam.

50 Jahre Braas

50 Jahre Qualität und modernes Design. Die Marke Braas feiert Geburtstag.

Mit einem offiziellen Festakt im Stammwerk Heusenstamm wurde Anfang September das Jubiläumsjahr anlässlich des 50. Geburtstags der Marke Braas eröffnet. Rund 280 Gäste - Geschäftspartner aus Handel und Handwerk, Vertreter aus Architektur, Verbänden und Gemeinden sowie Mitglieder der regionalen und Fachpresse - hatten sich eingefunden, um in den alten Werkshallen gemeinsam mit der Geschäftsleitung von Lafarge und der Lafarge Dachsysteme zu feiern und sich an den Firmengründer Rudolf H. Braas (1953) und die Entstehung der Marke Braas zu erinnern.

Unsere Geschichte von 2007 bis heute

2007:

Lafarge veräußert den Geschäftsbereich Dachbaustoffe an PAI partners, die einen Anteil von 65% halten. Lafarge behält die restlichen 35%.

2008:

Lafarge Dachsysteme ist jetzt Monier

Der neue Name der Lafarge Dachsysteme GmbH lautet ab Januar 2008 Monier GmbH.

2010:

Umfirmierung zur Monier Braas GmbH

Nach einer Umfirmierung des Unternehmens lautet der neue Name ab Mai 2010 Monier Braas GmbH