Windsogsicherung - Fragen und Antworten

1. In welche Klammerklassen fallen die Braas Sturmklammern?

Die Sturmklammern werden lt. der ZVDH-Fachinformation „Windlasten auf Dächern mit Dachziegel- und Dachsteindeckungen“ in die Klassen K-I, K-II, K-III oder B-I (für Biberschwanzziegel) eingeteilt. Diese Aufteilung ist aber nur notwendig, wenn die benötigte Windsogsicherung anhand der Tabellen in der ZVDH-Fachinformation ermittelt wird.

Mit dem Braas Tool zur Windsogberechnung können Sie kostenlos die erforderliche Verklammerung der Braas Dachpfannen schnell und unkompliziert ermitteln. Da das Programm zur Windsogberechnung die spezifischen Materialkenndaten der Braas Produkte nutzt, ist das Ergebnis noch präzisier als mit der vereinfachten ZVDH-Tabellenermittlung. Zum Windsogsicherungstool.

WICHTIG:
Wenn Sie die benötigte Windsogsicherung mit dem Braas Tool zur Windsogberechnung ermitteln, können Sie die Berechnung und das Verlegeschema nicht auf eine andere Sturmklammer übertragen. Es könnte in diesem Fall passieren, dass durch eine geringere Leistung der Sturmklammer, eine höhere Verklammerung nötig sein würde. Eine Verklammerung mit dem „übertragenen“ Verlegeschema wäre dann nicht regelgerecht.

2. Muss man unter einer Solaranlage eine Windsogsicherung anbringen?

Aufgeständerte Solaranlagen sind als eine besondere Art der Durchdringung zu sehen. Die Berücksichtigung der besonderen konstruktiven Ausbildung (Wind weht zwischen Dachdeckung und Solarmodulen durch) erfordert eine besondere Betrachtung.

Es empfiehlt sich mindestens die Dachfläche unterhalb der Solarfläche wie die übrigen Flächen, je nach Lage der Solaranlage, als Innenbereich oder Randbereiche mit Sturmklammern zu befestigen. Um die Solaranlage ist ein Bereich analog einer Durchdringung anzuordnen und zu verklammern.

Dies sollte auch für aufgeständerte Anlagen, die weniger als 0,35m über die Dachfläche aufbauen, gelten.

3. Wie sollte man Zeltdächer verklammern?

Das Zeltdach ist im Prinzip ein Walmdach ohne First. Damit besteht das Dach aus 4 oder mehr Walmen.

Die Befestigung mit Sturmklammern erfolgt analog der Walm-Verklammerung eines „normalen“ Walmdaches, also analog des Ortgangbereiches.

4. Wie ist die Art der Deckunterlage bei erst nachträglichem Ausbau zu werten?

Erfolgt der Ausbau nicht zeitnah im Rahmen der allgemeinen Bautätigkeit, ist für die Windsogsicherung der „Ist-Zustand“ maßgebend.

Wird also z.B. eine Unterdeckbahn eingebaut, die aber erst später mit Dämmung hinterlegt werden soll, ist für die Berechnung der Sturmsicherung der Dachdeckung eine „Unterspannbahn“ anzunehmen.

5. Gilt die „10% Regelung“ gemäß EnEV auch für die Windsogsicherung?

Die 10% Regel der EnEV ist ein Kompromiss, um bei Kleinreparaturen (z.B an der Fassade) zu vermeiden, dass das gesamte Gebäude gedämmt werden muss. Eine kleine Teilflächensanierung wäre auch technisch kaum machbar und energetisch wenig sinnvoll.

Die 10% Regel gilt daher bei der Windsogsicherung nicht. Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme die auch einfach an kleinen Teilflächen erfolgen kann. D.h., zwar ist der betroffene Teil des Daches je nach Anforderung nachzurüsten, nicht aber gleich das ganze Dach umzudecken und nachträglich mit Sturmklammern zu befestigen. Allerdings sollte der Verarbeiter den Auftraggeber über die geänderten Regeln informieren und die Empfehlung aussprechen auch die übrige Dachfläche zu befestigen.

6. Was ist bei einer Nachrüstung mit einer Schneefangkonstruktion zu beachten?

Die Nachrüstung eines Schneefanges im Traufbereich, der in der Regel besonders zu befestigen ist, wird sehr aufwändig und kommt fast einer „Neudeckung“ des betroffenen Bereiches gleich.

Daher sollte schon bei der Planung gleich eine Schneefangkonstruktion mit vorgesehen werden.

7. Wie ist im Bereich der Dachüberstände eine Unterspannbahn als Deckunterlage zu werten?

Eine Unterspannbahn die im Bereich von Dachüberständen wie an Traufe, Pult oder Ortgang unterseitig mit einer Sichtschalung bekleidet wird, kann in diesen Bereichen als „geschlossene Deckunterlage“ betrachtet werden.

8. Wie gestaltet sich die Windsogsicherung der ersten Pfannenreihe, wenn sie z. B. auf einer Keilbohle aufliegt?

Sofern aus konstruktiven Gegebenheiten eine Windsogsicherung der ersten Pfannenreihe mit Sturmklammern an der Traufe nicht machbar ist, beginnt die Verklammerung des Traufbereichs erst ab der 2. Pfannenreihe.

Windsogberechnungs - Programm

Hier geht es zu dem Online Windsogberechnungstool für die schnellen Berechnungen zur Befestigung der Braas Dachziegel und Dachsteinen.

Wenn Sie noch weitere Hilfe bei der Windsogsicherung oder der Windsogberechnung benötigen, so wenden Sie sich an die Braas Anwendungsberatung:

Braas Anwendungsberatung
Telefon: 06104 800 3000
Fax: 06104 800 3030
E-Mail: beratung@braas.de

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Formular Windsogberechnungs - Service

Date: 03.12.2015 | Dateigröße: 1.0Mb